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Vergleich

Praxisverwaltungssoftware (PVS) im Vergleich 2026

12. Juni 2026

Praxisverwaltungssoftware ist das operative Zentrum vieler Praxen. Dort laufen Termine, Patientenakte, Formulare, Abrechnung und häufig auch die Anbindung an TI-Dienste zusammen. Wenn ein PVS langsam, unübersichtlich oder schwer zu warten ist, spürt das meist das ganze Team.

Gleichzeitig verändern ePA, E-Rezept, digitale Formulare und neue Dokumentationswerkzeuge die Anforderungen an Praxissoftware. Für Ärzt:innen geht es deshalb nicht nur um einzelne Funktionen, sondern um die Frage, wie gut ein System im Alltag trägt: Wie wird es betrieben, wie aufwendig sind Updates, welche Zusatzmodule werden benötigt und wie gut lässt es sich mit modernen Workflows verbinden?

Die folgende Übersicht vergleicht bekannte PVS-Systeme entlang praktischer Kriterien. Sie soll bei der ersten Einordnung helfen und keine individuelle Beratung, Vertragsprüfung oder technische Implementierungsplanung ersetzen.

PVS-Systeme im Überblick

Verglichen werden tomedo, Turbomed, T2Med, medatixx, Medical Office, Pegamed und Duria.

KriteriumtomedoTurbomedT2MedmedatixxMedical OfficePegamedDuria
Struktur
SystemtypClient / AppleClient-ServerClient-ServerClient-ServerClient-ServerClientClient
Hostinglokal / Maclokal (Server)lokallokallokallokallokal
Installationlokallokal + ITlokallokallokallokallokal
Updatesmanuellmanuellmanuellautomatisiert*manuellmanuellmanuell
Mobilzugriffeingeschränkteingeschränktmöglicheingeschränkteingeschränkteingeschränkteingeschränkt
Offlinefähigkeit
Funktionen
Patientenakte
Terminmanagement
Online-Terminvia arzt-direktvia CLICKDOCvia x.webtermin
Videosprechstundevia arzt-direktvia ELVIZusatzmodulZusatzmodulZusatzmodulexternextern
Digitale Formularevia arzt-direktvia AmbulAppsteilweiseteilweiseteilweiseteilweiseteilweise
KV-Abrechnung
Privatabrechnung
TI-Anbindung
Automatisierung & KI
eRezept / eAU
KI-Dokumentation
Automatische Workflows
Digitale Rezeption
Self-Service Patienten
Nutzerfreundlichkeit
Bedienbarkeitsehr gutmittelgutmittelmittelgutmittel
Intuitivitätmittelniedrighochmittelmittelmittelniedrig
Nutzerzufriedenheitsehr hochniedrighochmittelmittelhochmittel
Einsatz & Skalierung
Einzelpraxis
MVZ / Mehrere Standorte
Homeoffice
Kosten
ModellLizenz + WartungLizenz + WartungLizenz + WartungLizenz + WartungLizenz + WartungLizenz + WartungLizenz + Wartung
Einstiegskostenmittelgeringgeringmittelhochgeringgering
IT-Kostenhochhochhochhochhochmittelmittel
Zusatzmodulehäufig extraextrahäufig extraextrahäufig extraextraextra
Gesamtkostenvariabelvariabelvariabelvariabelvariabelvariabelvariabel
vorhanden / nativ eingeschränkt / über Zusatzmodul nicht vorhanden

Was die Unterschiede in der Praxis bedeuten

Viele etablierte PVS-Lösungen sind lokal installiert oder arbeiten mit einer Client-Server-Struktur. Das kann für Praxen sinnvoll sein, die ihre bestehende IT-Umgebung weiter nutzen möchten. Gleichzeitig entstehen dadurch oft Aufgaben rund um Serverbetrieb, Wartung, Updates und Fernzugriff.

Unterschiede zeigen sich auch bei digitalen Zusatzfunktionen. Online-Termine, Videosprechstunde, Formulare oder Patientenservices sind je nach System nativ vorhanden, über Partner angebunden oder als separates Modul erhältlich. Für die laufenden Kosten und den Schulungsaufwand ist diese Unterscheidung oft wichtiger als eine reine Funktionsliste.

Bei Automatisierung und KI lohnt ein genauer Blick. Klassische PVS-Systeme decken Basisprozesse wie Akte, Terminverwaltung, Abrechnung und TI-Anbindung meist gut ab. Moderne Dokumentation, digitale Rezeption oder Self-Service-Prozesse entstehen dagegen häufig durch ergänzende Werkzeuge. Entscheidend ist dann, wie sauber diese Werkzeuge mit dem PVS zusammenspielen.

Wie Sie die Tabelle einordnen sollten

Ein PVS sollte zur Fachrichtung, Praxisgröße, IT-Betreuung und Arbeitsweise des Teams passen. Eine kleine Einzelpraxis bewertet Aufwand und Kosten anders als ein MVZ mit mehreren Standorten. Vor einer Entscheidung sollten Praxen deshalb nicht nur Demo-Oberflächen vergleichen, sondern auch Einrichtung, Datenmigration, Support, Zusatzmodule und laufende IT-Aufgaben klären.

Wenn Dokumentation und administrative Entlastung im Vordergrund stehen, ist außerdem wichtig, ob sich spezialisierte Lösungen gut anbinden lassen. Ein PVS muss nicht jede moderne Funktion selbst liefern, sollte aber stabile Schnittstellen und praxistaugliche Arbeitsabläufe ermöglichen.

muunai als KI-Erweiterung für das PVS

Praxen müssen KI-Funktionen nicht zwingend direkt im PVS suchen. muunai kann als Add-on genutzt werden, um bestehende Systeme um sprachbasierte Dokumentation und weitere KI-gestützte Abläufe zu ergänzen. Das ist besonders relevant, wenn ein PVS selbst keine umfassende KI-Dokumentation bietet oder wenn vorhandene KI-Funktionen durch einen spezialisierten Workflow ergänzt werden sollen.

muunai ist in Praxisverwaltungssysteme integrierbar und kann strukturierte Inhalte wie Anamnese, Befund oder weitere Dokumentationsbausteine an die passenden Stellen übertragen. Dadurch bleibt das PVS das führende System, während muunai die Dokumentationsarbeit unterstützt.

Hinweis: Die Angaben beruhen auf öffentlich verfügbaren Informationen der Anbieter und dienen der allgemeinen Orientierung. Funktionsumfang und Konditionen können je nach Tarif, Version und Vertrag abweichen, ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder Aktualität. *medatixx: Updates teilweise automatisiert.